Pius N. Tamanji: A Descriptive Grammar of Bafut [PDF]

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– a Grassfields Language of Northwest Cameroon

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ISBN 978-3-89645-551-2 Artikelnummer: 551 Kategorien: , Schlagwörter: , , , , ,

Beschreibung

2009
XII, 228 Seiten
2 Grafiken, zahlreiche Tabellen und Übersichten, Sachindex

Textsprache: Englisch

Das Bafut aus dem Phylum des Benue-Kongo wird im Nordosten Kameruns von etwa 105.000 Menschen gesprochen (Stand 2005). Es gehört zu der zunächst geographisch defninierten Gruppe von Sprachen im Kameruner Grasland mit teilweise bantuhaften Merkmalen (als bantoid klassifiziert). Tamanji hat mit seiner Grammatik des Bafut die bislang umfassendste und verständlichste Zusammenstellung aller bisher von Linguisten erforschten Merkmale und Kennzeichen geschaffen.

Die Einleitung definiert zunächst das Feld der Sprache und ihrer Sprecher. In den ersten beiden Kapiteln werden das Lautsystem und die Nominalklassen dargestellt. Darauf aufbauend erklärt das folgende Kapitel die Mechanismen der Nominalbildung und die darin beinhalteten nominalen Ableitungen, so beispielsweise die Anwendung eines Negationspräfixes. Das Pronominalsystem wird im 4. Kapitel dargelegt. Im 5. Kapitel wird neben den Kategorien der Genitivkonstruktionen die Nominalphrase behandelt. Der nächste Teil der Grammatik widmet sich dem Verb: Kapitel 6 stellt dessen Morphologie mit seinen tonalen Klassen und Erweiterungen dar.

In den daran anschließenden Kapiteln werden das Tempussystem, der Zusammenhang zwischen Tempus, Modus und Negation und die Rolle der defizienten Verben hinsichtlich Tempus, Aspekt und Modus erörtert. Kapitel 9 setzt zunächst geläufige Präpositionen auseinander, um mit adverbialen Begriffen und Präpositionen fortzufahren, die aus komplexen Strukturen aus Termini von Körperteilen und verwandten einfachen Begriffen abgeleitet wurden. Die Bildung von Fragesätzen und darin implizierte Relativierung und Fokus werden in Kapitel 10 abgehandelt.

Kapitel 11 schildert die den Bantusprachen eigene Anordnung der Verben und fährt fort mit deren Aufeinanderfolge, Koordination und Unterordnung. Im 12. und letzten Kapitel präsentiert der Autor Eigenheiten der Bafut-Grammatik wie beispielsweise Reduplikation, Anaphern und Homogenität.

Das Werk beginnt bei den gängigen, bekannten sprachlichen Gegenständen und mündet im Neuen und Komplexen. Die Dichte und Detailtreue der Analyse vermittelt durch die raren Einblicke in die semantischen Sphären der Sprache Eindrücke, die zu erbringen nur Muttersprachler in der Lage sind.

Neben einer weiten thematischen Bandbreite macht der Autor auf sprachliche Teilgebiete aufmerksam, die für das Bafut und verwandte Sprachen noch nicht beschrieben sind. Darunter fallen pronominale Verbindungen, das Mediopassiv als Typus der Verbalerweiterung, das Verhältnis zwischen Negation und Tempus, das Verhalten der defizienten Verben im Bezug auf die Negation, das Verhältnis zwischen der Bildung von Ergänzungsfragen, Fokusmarkierung und Relativierung, Koordination, Unterordnung, Anordnung, Aufeinanderfolgen, homorganicity, Reduplikation und Anaphern. Diese unerforschten Felder sollen zu weiteren Recherchen in den Grasland-Bantusprachen Kameruns motivieren.