Abderrahman El Aissati (ed.): The Amazigh Language at Home and at School [PDF]

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Perspectives on Oral Discourse Structure and Academic Language Skills

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ISBN 978-3-89645-921-3 Artikelnummer: 921 Kategorien: , Schlagwörter: , , , , ,

Beschreibung

2008
139 Seiten
1 Karte, 1 farbige Darstellung, 1 Faksimile-Reproduktion, 5 Grafiken, 31 Tabellen

Textsprache(n): Englisch, Französisch

Dieses Werk ist eine Sammlung von Artikeln, die ihre Autoren auf dem Workshop From oral discourse structure in Berber to academic language skills in Dutch in den Niederlanden vorbereitet wurden. Die Inhalte sind – sowohl wissenschaftlich als auch soziologisch – höchst relevant für die Debatte um die Einführung des Berberischen als Schulsprache in Marokko. Die ersten Beiträge ermöglichen einen Überblick der soziolinguistischen Situation und der linguistischen Variationen der Amazigh-Sprache in Europa und Marokko.

Guus Extra berichtet von breit angelegten Befragungen in großen europäischen Städten, besonders in Den Haag, und beschreibt den Einfluss solcher Erhebungen auf die Sprachplanung. Auf einer mehr mikrosoziologischen Ebene präsentiert Lafkioui eine Fallstudie, die von linguistischer Variation als Fixpunkt für eine Standardisierung ausgeht. Ihrer Meinung nach sind dafür grundlegende Sprachfakten genauso wichtig wie Sprecherintuition.

Sich der Schulpraxis nähernd berichtet Bouylmani von der Situation des Amazigh nach seiner Einführung als Schulsprache in Marokko vor zwei Jahren. Auch trägt er zur Debatte um die Auswahl eines Standard-Alphabets für das Amazigh bei. Mettouchi und Ismail stellen ein Projekt zur Erstellung eines international verfügbaren Korpus für Berber-Sprachen vor. In ihrem Aufsatz zeigen sie die Schwierigkeiten eines solchen Unterfangens für das Berberische als eine sehr variantenreiche Sprache auf.

Vier Aufsätze in diesem Sammelband handeln von der Sprache als solcher im schriftlichen und mündlichen Diskurs. Taïfi thematisiert mündliche Diskursmarker im Tamazight, die hauptsächlich eine non-linguistische kontextgebundene Funktion haben und somit einzigartig für den mündlichen Diskurs sind. Die Ergebnisse einer Studie zum bilingualen Spracherwerb am Beispiel Brüssel werden von Bouhjar präsentiert.

Spracherwerb im Migrationskontext ist auch ein Aspekt bei E-rramdani. Der Gebrauch des Perfektivs von jungen Kindern mit Tarifit-Berber als Muttersprache wird hier untersucht. Laghzaoui wiederum stellt schriftliches und mündliches Quellenmaterial auf Tarifit-Berber gegenüber, um die charakteristischen Unterschiede zu verdeutlichen.

Nach Auffassung der Autoren sollte sich die Forschung im Bereich der Berbersprachen neben terminologischen Fragestellungen in Zukunft stärker mit der voranschreitenden Standardisierung, dem Stellenwert von regionalen Varianten im Schulsystem, dem ökonomischen Wert und der Zukunft des Berber als Schulfach und -sprache befassen.

INHALT

Guus Extra (Tilburg University):
Crossnational and crosslinguistic perspectives on the status of Berber in European cities, with a focus on The Hague

Abderrahman El Aissati (Tilburg University):
Status planning and corpus planning of Amazigh (Berber) in Morocco

Mena Lafkioui (Universiteit Gent / Università di Milano-Bicocca):
Variation géolinguistique berbère du Rif – Le cas des indices personnels verbaux

Ahmadou Bouylmani (Université Chouaib Doukkali, Al Jadida):
Berber at school – Some implications of Berber teaching in Morocco

Amina Mettouchi (University of Nantes, and INALCO, Paris) & Hakim Smaïl (University of Paris 5, and INALCO, Paris):
A corpus for Berber languages

Miloud Taifi (Université de Fès):
Les lubrifiants discursifs à valeur modalisante en berbère (tamazight)

Aïcha Bouhjar (IRCAM Institut Royal de la culture amazighe, Maroc):
Developpement du lexique en milieu migrant marocain à Bruxelles

Yahya E-rramdani (Tilburg University):
Acquisition of perfective by bilingual children

Mohammadi Laghzaoui (Tilburg University):
On discourse conventions in academic and interactional Tarifit-Berber texts