Angelika Mietzner / Yvonne Treis (eds.): Encoding Motion – In Memory of Ursula Drolc[PDF]

 34,80

Enthält 7% MwSt.

Case Studies from Africa – In Memory of Ursula Drolc

Zum Anzeigen und Lesen von PDF-Dokumenten benötigen Sie einen PDF-Reader, z. B. Adobe Acrobat Reader oder Foxit Reader.

Beschreibung

2008
253 Seiten
3 Karten, 1 s/w-Foto, 6 Grafiken, zahlreiche Abbildungen und Tabellen

Textsprache(n): Englisch, Französisch

INHALT

Obituary: Ursula Drolc 3.1.1962 – 10.1.2008

Yvonne Treis / Angelika Mietzner: Introduction

Jules Jacques Georges Coly: L’encodage de la localisation, de la direction et de la manière en kuwaataay

Jules Jacques Georges Coly analysiert die grammatischen Möglichkeiten der Kodierung von Standort, Richtung und Art und Weise von Fortbewegung in Kuwaatay, einer noch nicht beschriebenen atlantischen Sprache aus dem Senegal.

Klaudia Dombrowsky-Hahn: Motion events in Kar

Klaudia Dombrowsky-Hahn steuert einen wichtigen Beitrag zur Diskussion um die Beschreibung von Bewegungsabläufen in serialisierenden Sprachen bei. Kar (neben einigen anderen Sprachen) ist dahingehend einzigartig, als dass die Anzahl der den Untergrund betreffenenden NPs per serieller Verbkonstruktion nicht mehr als eins sein darf.

Ursula Drolc: Motion verbs in Ki-Laala

Ursula Drolcs unvollendeter Aufsatz gibt einen ersten Eindruck von Bewegungsausdrücken in der atlantischen Sprache Laala.

Axel Fleisch: Orientational clitics and the expression of path in Tashelhit Berber (Shilha)

In seinem Beitrag zum Tashelhit-Berber untersucht Axel Fleisch die verschiedenen Funktionen von Orientationsklitika. Auch geht er detailreich auf die Frage ein, ob Tashelhit als verb-framing oder satellite-framing zu kategorisieren ist.

Debela Goshu: Path in Oromo motion construction

Debela Goshu konzentriert sich auf die semantische Komponente der Richtung in der kuschitischen Sprache Oromo. Obwohl Richtung gemeinhin in der Verbwurzel lexikalisiert wird, weist Oromo auch einige Merkmale einer satellite-framing Sprache auf: Vor allem die Präverben des Oromo erinnern stark an ähnliche Konstruktionen in indogermanischen Sprachen.

Beatrix von Heyking / Anne Storch: Motion in Northern Lwoo – Luwo and Boor comparative case studies

Der in Zusammenarbeit von Beatrix von Heyking und Anne Storch entstandene Aufsatz untersucht Bewegungskonstruktionen in den nilotischen Sprachen Luwo und Belanda Boor im Vergleich zu anderen, eng verwandten Sprachen. Die derivativen Ventiv- und Itiv-Morpheme sind im Luwo und Belanda Boor nicht mehr produktiv. Stattdessen werden diese und andere Richtungskonfigurationen außerhalb des Verbs durch Präpositionen und Partikeln kodiert. Eine überraschend hohe Anzahl von sehr spezifischen Ideophonen drücken Art und Weise der Bewegung aus.

Angelika Jakobi: Semantics and syntax of motion verbs in Beria (Saharan)

Nach einer Untersuchung aller in den Bewegungsverben kodierten semantischen Komponenten kommt Angelika Jakobi zu dem Schluss, dass die saharanische Sprache Beria eine verb-framing Struktur aufweist. Sie entwirrt die suppletiven Paradigmen der ‘gehen’-Verben und kann so aufzeigen, dass das Verb ‘kommen’ ein Amalgam von ‘gehen’ und einem Ventiv-Morphem ist.

Ronny Meyer: Self-agentive motion verbs in Muher

Ronny Meyer analysiert die Lexikalisierungsmuster von Bewegungsverben in der äthiosemitischen Sprache Muher. Nach einer generellen Diskussion über Objektkodifizerung und Verbvalenz im Muher schlussfolgert der Autor, dass Bewegungsverben im Muher monovalent und Goal-NPs keine Kernargumente sind.

Angelika Mietzner: Location, motion and movement in Keyo

Basierend auf Daten aus Fragebögen und Froschgeschichten-Interviews stellt Angelika Mietzner eine kurze Beschreibung der grammatischen Kodierung von räumlichen Beziehungen in der nilotischen Sprache Keyo an. Hierbei geht sie besonders darauf ein, welche Art von Beziehung zwischen Aktant und Oberfläche welche postnominalen Modifizierer und Verbposition hervorruft.

Helma Pasch: Grammar of location and motion in Zande

In ihrem Beitrag zur Ubangi-Sprache Zande schlägt Helma Pasch vor, Standort- und Bewegungskonstruktionen auf einer Skala von aufsteigender syntaktischer Komplexität zu ordnen. Unter anderem analysiert sie die Präposition ku ‘to(wards)’ und zeigt auf, dass dieses Morphem nicht nur in Verbindung mit Bewegungsverben, sondern auch mit einer bestimmten Art von Standortkonstruktionen verwandt wird.

Frank Seidel: The distal marker -ka- and motion verbs in Yeyi

Frank Seidels Beitrag konzentriert sich auf die Funktion des Distalmarkers -ka- im Yeyi. Er führt den Beweis an, dass dieses Morphem eine Bewegung an einem Ort weit vom deiktischen Zentrum entfernt (d.h. Altrilokalität) anzeigt, statt eine Bewegung zu einem entfernten Ort zu beschreiben.

Yvonne Treis: Motion events in Kambaata

Mit Nachdruck beschreibt Yvonne Treis die Bedeutung der Kasusmorphologie an Nomen des Untergrunds für die Kodierung der Richtung einer Bewegung in der kuschitischen Sprache Kambaata. Die semantische Komponente der Art und Weise wird im Kambaata selten auf das Verb projiziert. Je spezifischer ein Kambaata-Verb in der Art und Weise ist, desto wahrscheinlicher wird es als untergeordnetes Verb realisiert.

Christine Waag: Location and motion in Fur

Christine Waag untersucht die Lexikalisierungsmuster in der vornehmlich verb-framing nilo-saharanischen Sprache Fur. Die Autorin zeigt auf, dass das Hinzufügen eines relationalen Nomens (z.B. ‘inside’) zu einem lokativen Argument die semantische Rolle dieses Arguments verändern kann.