Anne Storch: Das Hone und seine Stellung im Zentral-Jukunoid [PDF]

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ISBN 978-3-89645-107-1 Artikelnummer: 107 Kategorien: , Schlagwörter: , , , ,

Beschreibung

1999
XXI, 412 Seiten
2 Karten, 1 Genealogie, 2 Zeichnungen, 3 Diagramme, 51 Tabellen, 3 Anhänge, 2 Indizes

Textsprache: Deutsch

Die vorliegende Studie liefert zum ersten Mal eine grammatische Beschreibung des Hone, einer Sprache, die in Nordost-Nigeria gesprochen wird und somit die nördlichste bekannte Jukunoid-Sprache ist. Das Zentral-Jukunoid stellt eine der typologisch vielfältigsten Abteilungen der Benue-Kongo-Sprachen dar, deren Einzelsprachen zum Teil bisher nur lückenhaft dokumentiert sind.

In der afrika-linguistischen Diskussion wurde wiederholt am Beispiel der Zentral-Jukunoid-Sprachen versucht, die Entstehung sekundärer Suffixklassen aus den alten Präfixklassensystemen zu beschreiben. Das Hone selbst hat zahlreiche Klassenpräfixe in petrifizierter Form bewahrt und erlaubt daher im Rahmen historisch-vergleichender Untersuchungen einen genaueren Einblick in diesen Aspekt der Sprachgeschichte.

Der vorliegende Band setzt zwei Schwerpunkte: zum einen enthält er eine grammatische Beschreibung des Hone, wobei die grammatische Darstellung durch zahlreiche Daten zur Kultur- und Kontaktgeschichte angereichert wird. Die Verfasserin beschreibt zunächst die grammatische Struktur des Hone, das durch eine innovative Phonologie, besonders im Bereich der Vokale, und eine zum Teil sehr konservative Morphologie gekennzeichnet ist. Neben einer Darstellung der Phonologie, der nominalen und der verbalen Morphologie ist hier auch eine Beschreibung des Pronominalsystems, weiterer Wortklassen (Numeralia, Ideophone, Interjektionen usw.) und der syntaktischen Grundstrukturen enthalten.

Zum anderen beschreibt die Arbeit historisch-vergleichend grundlegende Entwicklungen insbesondere der Nominalklassensysteme. Hierbei werden beispielhaft die Möglichkeiten des typologischen Wandels thematisiert, indem die Befunde aus dem Hone mit Material aus anderen bislang weniger oder sogar undokumentierten Zentral-Jukunoid-Sprachen verglichen und die wichtigsten sprachgeschichtlichen Entwicklungen in der Phonologie, Nominalmorphologie und im Lexikon beschrieben werden. Ein Stammwörterbuch mit etwa 150 Glossen ergänzt diesen Abschnitt.

Eine zusammenfassende Darstellung der Ergebnisse der historisch-vergleichenden Untersuchungen ermöglicht Schlussfolgerungen zu Problemen der Rekonstruktion und Klassifikation.