A. Storch / J. Harnischfeger / R. Leger (eds.): Fading Delimitations – Multilingual Settlements in a Convergence Area [PDF]

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Case Studies from Nigeria
TIAS Topics in Interdisciplinary African Studies Volume 34

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Beschreibung

2014
XIV, 269 Seiten
8 Karten, 1 Farbfoto, 1 Farbdiagramm, 3 Abbildungen, zahlreiche Tabellen und Übersichten

Textsprache: Englisch

Die AutorInnen des vorliegenden Sammelbandes beschreiben die Sprachen und Kulturen Nordost-Nigerias, genauer in der Kontaktzone zwischen den Gongola- und Benue-Tälern, und damit eine der Regionen, welche die größte sprachliche Vielfalt der Welt aufweisen. Sie versuchen dabei, neue Erklärungen für diese außergewöhnliche Vielfalt zu liefern. Sprachen werden im Kontext von alles durchdringender Multilingualität untersucht, und ihr geschichtlicher und soziokultureller Hintergrund als überaus vielfältig und in dauerhafter Veränderung begriffen dargestellt. Dies wird durch die Entwicklung eines Modells erreicht, das neue Erklärungen für und Einsichten in diese linguistische Region liefert.

Das Modell beruht auf einem Ansatz, der sich deutlich von der geläufigen Stammbaumtheorie der Sprachfamilien unterscheidet. Die Beitragenden zeigen, wie im Rahmen von Migration der Erhalt von eigenen und die Abgrenzung zu anderen Sprachen zur soziokulturellen und linguistischen sprachlichen Vielfalt beitragen. Somit ist Wandel nicht einfach eine Bedrohung für wenig gesprochene Sprachen, er kann auch zur Sicherung derselben beitragen oder zur Integration sprachlicher oder soziokultureller Elemente in andere Kulturen führen.

Exemplarisch werden die Herkunftsgeschichte der Waja und des Kanuri-sprechenden Nordens Nigerias dargestellt. Die Entwicklung von Sprachen unter multilingualen Einflüssen wird anhand der Beispiele des Bade, Maaka und Tangale verdeutlicht. Die Stadt Bara sowie die Gemeinschaften der Kupto und Kwami dienen als Fallbeispiele und zeigen, wie wichtig soziokulturelle Einflüsse für die linguistischen Erkenntnisse sind. Abschließend werden typologische Eigenheiten und Gemeinsamkeiten der Bole-Tangale-Sprachen und deren mögliche Ursachen vorgestellt.

INHALT

Preface

Johannes Harnischfeger / Rudolf Leger / Anne Storch: Lower rank greets first – getting along in multilingual communities
Ulrich Kleinewillinghöfer: Who are the Waja and where did they come from? A linguistic evaluation of ‘Labarin Waja’, the unpublished history of Waja by Kwoiranga, the 2nd Sarkin Waja (1927–1936)
Norbert Cyffer: Kanuri as a language of wider communication – expansion and retreat
Georg Ziegelmeyer: Bade between its eastern and western neighbours – past and present contact scenarios in northern Yobe State
Jules Jacques Coly: Noun formation strategies in Maaka (Western Chadic, Nigeria)
Anne Storch: Don’t get me wrong here, but I think I may have seen this – knowledge, concealment and perception in Maaka
Herrmann Jungraithmayr: The historical position of Tangale within Chadic
Johannes Harnischfeger: Remodeling themselves – language shift, Islamisation and ethnic conversion among the Maaka
Jörg Adelberger: Kupto and Kwami – on the relation between language, culture and ethnicity among the Southern Bole-Tangale Group
Rudolf Leger: Some observations on typological features in languages of the Bole-Tangale group

Author index, Language index, Subject index

Unter diesen Verweisen finden Sie Publikationen der Beitragenden, Untersuchungen zur Multilingualität in Afrika und Beschreibungen weiterer nigerianischer Sprachen und Kulturen aus verschiedenen Sprachfamilien:

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