A. Töpperwien: „Und er führte sie an das ersehnte Gestade“ – Wie die Denningers im heutigen Indonesien gelehrt und gelernt haben [PDF]

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ICul InterCultura – Missions- und kulturgeschichtliche Forschungen Band 4

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Beschreibung

2004
200 Seiten
1 Karte, 2 Abbildungen, 5 Faksimile-Reproduktionen

Textsprache: Deutsch

Auf der Grundlage einer reichhaltigen Briefsammlung – einzusehen in der https://www.vemission.org/museumarchive der Vereinten Evangelischen Mission (VEM) in Wuppertal – erzählt das Buch die wechselvolle Geschichte des Missionars Ernst Denninger und seiner Frau Sophie. Fast dreißig Jahre lang – in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts – gingen die beiden ihrem schwierigen missionarischen Auftrag in der südostasiatischen Inselwelt nach. Jederzeit waren sie sich der drei Obrigkeiten bewusst, durch die ihre Arbeit bestimmt wurde: Der Herr der Mission, Jesus Christus, hatte sie berufen, die Leitung der Rheinischen Mission hatte sie ausgesandt und der Niederländische Gouverneur gab ihnen die Gesetze der Kolonialmacht vor. Es war den Denningers nicht vergönnt, an einem Ort zu bleiben und stetig aufzubauen. Verschiedene Umstände zwangen sie, immer wieder abzubrechen und weiterzuziehen: Borneo – Java – Sumatra – Nias. Stets versuchten sie von neuem, Menschen, Sprachen und Kulturen zu verstehen und ihre biblische Botschaft in die Welt dieser Menschen hinein zu erzählen. Und in all den Jahren mussten sie sich auch mit der unbarmherzigen Natur der Tropen abfinden. Besonders das Wasser lernten sie von allen Seiten kennen, zu nutzen und zu fürchten.

Als Ernst und Sophie 1848 aus ihrer deutschen Heimat auszogen, waren sie erfüllt vom damals üblichen Sendungsbewusstsein. Angekommen im „Heidenland“, wurden sie bald von unerwarteten Schwierigkeiten auf harte Proben gestellt. Ihre ganze Kraft brauchten sie, um schließlich ein wenig Vertrauen und Gefolgschaft zu finden. Kaum zu glauben, wie sie zuletzt auf der Insel Nias mit unverminderter Neugier für Sprache und Kultur abermals ans Werk gingen. Die Denningers waren unverbesserliche Hoffnungskünstler. Sie gaben nie auf. Ein Antrieb kam natürlich aus ihrem Glauben an die Kraft des Evangeliums, ein anderer, ebenso starker Antrieb jedoch erwuchs aus ihrem ausgeprägten Forschungsbedürfnis. Davon zeugt die große Zahl seitenlanger Berichte an die Leitung der Rheinischen Mission.

Wenn Ernst und Sophie Denninger allerdings höchst eigensinnig allein auf ihrer Sicht der Dinge bestanden oder eigenwillige Entscheidungen ohne den Segen der Leitung trafen, waren sie für Mitbrüder und Vorgesetzte zuweilen auch unbequem und tadelnswert. Doch sie wollten eben auf ihre Weise nur das Beste: Für die Menschen, das Werk der Mission und nicht zuletzt auch, um selbst erfolgreich zu sein. Großen Ruhm haben sie nicht erlangt. Immerhin ist der Name Denninger bis heute fest mit dem Beginn der Nias-Mission verbunden.

Unter diesen Verweisen finden Sie Annemarie Töpperwiens (Jahrgang 1929) Monographien und Sammelbandbeiträge sowie weitere Werke zur Mission im heutigen Indeonesien:

Annemarie Töpperwien: Seine „Gehülfin“ – Wirken und Bewährung deutscher Missionarsfrauen in Indonesien 1865–1930 [PDF]
Annemarie Töpperwien: Heimgeschickt – Ein Bericht über Kinder von Missionaren der Rheinischen Mission [PDF]
J. Besten / G. von Kloeden / S. Parera-Hummel / A. Söhne (eds.): Sisters from Two Worlds – The Impact of the Missionary Work on the Role and the Life of Women in Namibian Church and Society [PDF]

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