Catherine Taine-Cheikh: Dictionnaire zénaga-français (Tome 1) / Dictionnaire français-zénaga (Tome 2) [PDF]

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ISBN 978-3-89645-920-6 Artikelnummer: 920 Kategorie: Schlagwörter: , , , ,

Beschreibung

2010
CXIV, 975 Seiten
(XIV + C, 649 S. + 326 S.), 2 Karten, 2 Faksimile-Reproduktionen, 8 Zeichnungen, 2 Übersichten, zahlreiche Tabellen

Textsprache: Französisch

Dictionnaire zénaga-français. Le berbère de Mauritanie présenté par racines dans une perspective comparative. Avec la contribution d’Abdel Wedoud Ould Cheikh: Les communautés zénagophones aujourd’hui (Teil 1)

Dictionnaire français-zénaga. Berbère de Mauritanie. Avec renvois au classement par racines du Dictionnaire zénaga-français (Teil 2)

Schätzungsweise bis zum 17. Jahrhundert war das Zenaga-Berber die beherrschende Sprache von der südwestlichen Sahara bis zur Mündung des Senegal-Flusses, der von ihr seinen Namen erhielt. Nach der Ankunft der arabophonen Bani Hassan-Stämme verminderte sich das Einflussgebiet des Zenaga zunehmend. Heutzutage leben nur noch einige tausend Sprecher in der Trarza-Region Mauretaniens, die Zenaga-Berber neben dem Hassaniya-Arabischen nur noch zweisprachig beherrschen.

Das Zenaga gehört zweifelsohne zur Berber-Sprachgruppe, weist aber gerade im Vergleich zu Tashelhit und Tamashek, geographisch und linguistisch direkte Nachbarn, viele Besonderheiten auf. Als Minderheitensprache, dazu noch mit bedrohtem Status, wird sie kaum zwischen den Generationen weitergegeben. Die linguistischen Eigenarten scheinen jedoch nicht durch Sprachverlust oder intensive Entlehnung begründet zu sein. Vielmehr basieren sie auf Archaismen, aber auch auf einigen Innovationen.

Das vorliegende Buch ist das Ergebnis jahrelanger Feldforschung, hauptsächlich basierend auf der Arbeit mit einem besonders engagierten und kompetenten Informanten. Grundsätzlich als Wörterbuch konzipiert, integriert es auch lexikalische Informationen aus vorhergehenden Forschungen (einschließlich der Daten Mukhtar Ould Hamidouns, unvollständig und fehlerhaft veröffentlicht in den Arbeiten von Francis Nicolas 1935). Nicht nur aufgrund des umfangreichen Vokabulars, das auch heutzutage schon lange vergessene Worte umfasst, auch wegen des wissenschaftlich-vergleichenden Ansatzes, kann die Autorin hiermit das lexikalische Referenzwerk für Zenaga-Berber liefern.

Neben phonologischen und morphosyntaktischen Untersuchungen werden auch grammatische und semantische Analysen und Wurzelklassifikationen sämtlicher Einträge basierend auf historisch-linguistischen Kriterien angestellt. Dieses Werk ist als Forschungswerkzeug gedacht, und geht dabei weit über das hinaus, was man für eine Sprache mit einer solch kleinen Anzahl von Sprechern erwartet.

Berberologen und Schülern afroasiatischer Sprachen zugedacht, kann dieses Buch auch von Interesse für Historiker, Soziologen und Anthropologen mit Ausrichtung auf die arabisch-berberische Welt im Allgemeinen und Westafrika im Speziellen sein. Mauretanier mögen in diesem Buch einen Teil ihres Kulturerbes erkennen, es zu Studien benutzen, oder einen Teil ihrer sprachlichen Vergangenheit wiederbeleben.

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