Chris Collins / Jeffrey S. Gruber: A Grammar of #Hòã [PDF]

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ISBN 978-3-89645-876-6 Artikelnummer: 876 Kategorien: , Schlagwörter: , , , , , , , , , ,

Beschreibung

2014
212 Seiten
zahlreiche Tabellen und Übersichten

Textsprache: Englisch

ǂHȍã ist eine (nicht-Zentral-)Khoisan-Sprache, die südlich des Khutse-Wildreservats in Botswana gesprochen wird. Einige der Orte, in denen man heute noch Sprecher finden kann, sind (von West nach Ost): Khekhenye, Tshwaane, Dutlwe, Salajwe und Shorilatholo (und in nahegelegenen Viehposten). Sie ist eng ver­wandt mit dem Sàsí, dessen Sprecher im Osten Botswanas, in Bodungwane, Dibete, Mokgenene, Poloka und Lethajwe (und in nahegelegenen Viehposten), zu finden sind. ǂHȍã und Sàsí werden in die sogenannte ǂ’Amkoe-Gruppe (ǂ’Amkoe bedeutet „Person“ in beiden Sprachen) eingeordnet. In dieser Grammatik liegt der Fokus auf ǂHȍã, wobei gelegentlich Vergleiche zum Sàsí gezogen werden, wenn die entsprechenden Daten vorhanden sind. Eine vollständige Grammatik und ein Lexikon des Sàsí sind in Planung.

Es gibt keine genaue Schätzung der Anzahl an aktiven ǂHȍã-Sprechern. Dies liegt einerseits daran, dass sie weit verteilt in verschiedenen kleinen Dörfern und auf Viehposten leben, andererseits, dass es keine Definition eines „aktiven Sprechers“ gibt. Im Jahr 2011 stellten Chris Collins und Andy Chebanne fest, dass es noch mindestens zehn ältere aktive Sprecher in Shorilatholo gibt. Ähnliche Sprecherzahlen existieren auch an anderen Orten. Es kann daher vorsichtig von einer Gesamtzahl von 50 Sprechern ausgegangen werden, eventuell ein wenig mehr. Die Anzahl der Sàsí-Sprecher ist ähnlich, wobei es derzeit weder junge Sprecher des ǂHȍã noch des Sàsí gibt.

Insgesamt hat das ǂHȍã große Ähnlichkeiten mit den nördlichen Khoisan-Sprachen (z.B. Ju|’hoan, siehe Traill 1973, 1974 und Westphal 1974). Unlängst haben Heine und Honken (2010) und Honken (2010) angenommen, dass das ǂHȍã und die nördlichen Khoisan-Sprachen eine Gruppe, genannt Kx’a, bilden. Daher bezeichnen wir das ǂ’Amkoe als Zweig des Kx’a. Collins und Honken (2012a, 2012b) gehen davon aus, dass das Kx’a zusammen mit !Ui und Taa aufgrund der Gemein­samkeiten – u.a. der Pluralität und Konjunktionen – eine Gruppe bildet, deren Sprachen sich deutlich von den Zentral-Khoisan-Sprachen unterscheiden.