Christel Kiel: Maasai Diviners and Christianity [PDF]

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An Investigation of Three Different Clans of IlÓibonok in Tanzania and the Attitude of the Lutheran Church towards Them

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ISBN 978-3-89645-761-5 Artikelnummer: 761 Kategorie: Schlagwörter: , , , , , , ,

Beschreibung

2015
XII, 146 Seiten
1 Karte, 10 Farbfotos, 2 s/w Fotos, Glossar

Textsprache: Englisch

Die verschiedenen ansässigen Heiler und Wahrsager der Maa-sprechenden Gesellschaften des östlichen Afrikas sind unter dem Namen IlÓibonok bekannt. Als Vermittler zwischen den Welten wird ihnen Hochachtung und Ehrfurcht, gleichzeitig aber auch Angst entgegengebracht. Sie waren stets Fremde und Außenseiter innerhalb der Gemeinschaft, sowohl durch ihre Abstammungslinie als auch aufgrund ihrer Tätigkeit, und in den Anfangszeiten der Missionierung sahen die Missionare in ihnen Zauberer und von Dämonen besessene, die das Evangelium von den Maasai fernhielten oder die Maasai vom Evangelium.

Bis zum Ende des 20. Jahrhunderts hatten sie einen durchaus ernstzunehmenden, wenn auch langsam schwindenden Einfluss auf die Gesellschaft. Wie sahen die Vertreter der Lutherischen Kirche die IlÓibonok? Und wie schätzten die Heiler das Christentum ein, nachdem sich herausgestellt hatte, dass die fremde Religion nicht nur eine vorübergehende Modeerscheinung war? Dies sind die zentralen Fragestellungen des vorliegenden Werks.

Das Interesse der Autorin, zu Maasai-Wahrsagern und ihrer Beziehung zur christlichen Kirche zu forschen, wurde geweckt, als sie zur Geschichte der Maasai-Missionen in der nord-östlichen Diözese der Lutherischen Kirche von Tansania arbeitete. Dabei stellte sie fest, dass das Verhältnis zwischen Kirche und Wahrsagern bislang nicht überprüft worden war, obwohl von christlichen Pastoren erwartet wurde, einige der Aufgaben­felder, die vor dem Aufkommen des Christentums traditionell von den IlÓibonok ausgeübt wurden, zu über­nehmen.

Der erste Teil dieser Arbeit befasst sich mit den in Tansania ansässigen IlÓibonok – der Arbeit, die sie bis 1999 geleistet haben – und den Mitgliedern des Tilián-Klans, die die Autorin persönlich getroffen hat. Im zweiten Teil wird ein allgemeiner Überblick über die Arbeit der damals praktizierenden Wahrsager und Heiler präsentiert. Teil 3 beleuchtet die Umstände und Begebenheiten des Zusammentreffens von Missionaren und Wahrsagern und versucht, einen Eindruck von der Einstellung der Christen des 20. Jahrhunderts zu den IlÓibonok zu vermitteln. In einem abschließenden Kapitel versucht die Autorin, auf der Bibel basierende Kriterien für eine funktionierende Beziehung und mögliche Zusammenarbeit der in bestimmten Gemeinden praktizierenden Christen und Wahrsager herauszuarbeiten.