Eva Spies: Das Dogma der Partizipation [PDF]

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Interkulturelle Kontakte im Kontext der Entwicklungszusammenarbeit in Niger

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ISBN 978-3-89645-820-9 Artikelnummer: 820 Kategorie: Schlagwörter: , ,

Beschreibung

2009
333 Seiten
2 Karten

Textsprache: Deutsch

Partizipative Entwicklung verweist auf ein Modell der Zusammenarbeit, das heute im Rahmen der Entwicklungskooperation universelle Geltung beansprucht. Untersucht man aber – wie in diesem Buch – die alltäglichen Begegnungen zwischen Entwicklern und zu Entwickelnden, dann wird partizipative Entwicklung als ein spezifischer Modus des Fremdverstehens erkennbar, der nicht ohne Weiteres auf unterschiedliche kulturelle Kontexte übertragbar ist. Zudem wird deutlich, dass partizipative Entwicklung widersprüchliche Anforderungen an den angemessenen Umgang mit den zu Entwickelnden stellt, denn die Differenz zwischen Entwicklern und zu Entwickelnden soll gleichzeitig anerkannt und überwunden werden.

Das Buch basiert auf einer ethnologischen Feldforschung in der Stadt Zinder (Republik Niger): Im Austausch mit den Bewohnern Zinders ist das partizipative Verstehensideal vielen Entwicklungshelfern Voraussetzung ethischen Handelns; allerdings tragen seine paradoxen Anforderungen dazu bei, dass Entwicklungshelfer solche Kontakte als Dilemmasituationen erleben, denen sie sich oft nur durch die Vermeidung von Kontakten zu entziehen wissen. So scheint es, dass gerade die partizipative Ethik des Fremdverstehens eine wirkliche Zusammenarbeit verhindert.

Über die Autorin:

Dr. Eva Spies, die mit diesem Werk ihre überarbeitete Dissertation vorlegt, ist seit Mai 2014 Juniorprofessorin für Religionswissenschaft mit Schwerpunkt Afrika an der Universität Bayreuth. Von Januar 2006 bis April 2014 war sie Mitarbeiterin am Institut für Ethnologie und Afrikastudien an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Eva Spies hat Ethnologie, Religionswissenschaft und Politikwissenschaft in Tübingen und Mainz studiert.