Gilbert Clement Kamana Gwassa: The Outbreak and Development of the Maji Maji War 1905–1907 [PDF]

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ICul InterCultura – Missions- und kulturgeschichtliche Forschungen Band 5

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Beschreibung

2005
330 Seiten
2 Karten: Ethnic Groups involved in the Maji Maji Rebellion, Place Names in Connection with Maji Maji. Anhang: A. Matumbi Calendar and Activities, B. An Example of Executions in Southwest Matumbiland, C. Recording and Preservation of Texts in the Field. Bibliography. Supplementary Bibliography up to 2005.

Textsprache: Englisch

Mehr als 30 Jahre hat das Manuskript zu diesem Buch im National-Archiv in Dar es Salaam gelegen, bis es aus Anlass des einhundertjährigen Gedenkens an den Maji-Maji-Krieg in Tansania, ehemals Deutsch-Ostafrika, von der Archiv- und Museumsstiftung der VEM Vereinten Evangelischen Mission (Wuppertal) nunmehr in gedruckter Form einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde. Das Besondere dieses Werkes, das der Verfasser Gilbert Klement Kamana Gwassa bereits 1973 der Universität Dar es Salaam als Doktorarbeit vorlegte, liegt darin, eine der ersten Studien in Afrika über einen Kolonialkrieg aus der Sicht der Betroffenen zu sein.

Ende der 1960er-Jahre konnte der Verfasser noch einige Zeitzeugen befragen, die den Maji-Maji-Krieg als Jugendliche oder als betroffene Familienmitglieder selbst erlebt hatten. Außerdem standen ihm eine Fülle von Dokumenten, unter anderem aus dem deutschen Kolonialarchiv in Potsdam, zur Verfügung. Er wertete schriftliche und orale Quellen aus und bezog auch die vorkoloniale Geschichte der Gebiete im Süden Tansanias während des 18. und 19. Jahrhunderts mit ein, um aufzuzeigen, dass die Region bereits vor dem Maji-Maji-Krieg durch Sklavenjagden und die Herrschaft der Sultane von Sansibar völkerübergreifende Erfahrungen mit Gewalt und Fremdherrschaft gemacht hatte.

Diese Geschichtserfahrungen geben zumindest zum Teil einen Erklärungsgrund für die schnelle Ausbreitung der Maji-Maji-Ideologie im Süden des Landes um 1905 ab. Der Autor bereiste mehrfach die Orte des Geschehens und studierte die Kulturen der Bewohner vor Ort. Im Spannungsfeld zwischen der einheimischen und der kolonialen Perspektive entstand ein zeitnahes und realistisches Bild der Ereignisse zwischen 1905 und 1907, das auch 30 Jahre nach dem vorzeitigen Ableben des Autors nichts an Aktualität eingebüßt hat.

Das Werk wurde von den Herausgebern so gestaltet, dass der Bezug auf die ursprüngliche Fassung des Manuskripts jederzeit möglich ist. Die wissenschaftliche Literatur, die seither entstanden ist oder vom Verfasser nicht berücksichtigt wurde, findet sich in einem eigenen Literaturverzeichnis am Ende des Werkes. Außerdem sind mit Blick auf den ortskundigen Leser zwei Karten mit den im Text genannten Ortsnamen und den Namen der am Maji-Maji-Krieg beteiligten Völker hinzugefügt worden.

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