Inge Brinkman: A War for People – Civilians, Mobility, and Legitimacy in South-East Angola during MPLA’s War for Independence [PDF]

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HSA History, Cultural Traditions and Innovations in Southern Africa Volume 23

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Beschreibung

2005
256 Seiten
3 Karten, 4 s/w-Fotos, 4 Tabellen, Index

Textsprache: Englisch

Das vorliegende Werk gibt ein eindrucksvolles Zeugnis davon, wie in einem von allen Seiten brutal geführten Bürgerkrieg lokale Kulturen verändert und zerstört werden und sich über Jahre hinweg eine „Kultur der Gewalt“ formt. In diesem Sinne hat Inge Brinkmans Monographie Bedeutung für den weiteren afrikanischen Kontext. Aus einer genuin anthropologischen Perspektive wird hier der Versuch unternommen, durch die intensive Einbeziehung oraler Dokumentationen eine Innensicht der Gewalt und des Krieges zu geben.

Während die Geschichte der zahllosen afrikanischen Bürgerkriege (siehe Sudan, Somalia, Kongo oder Liberia) häufig als politische Geschichte verstanden und dokumentiert wird, kann hier überzeugend eine Perspektive eingenommen werden, die Angst, Leiden und Terror als Leitthemen hat. Sowohl die unter Flüchtlingen des angolanischen Bürgerkrieges in Nordnamibia gesammelten oralen Traditionen als auch umfangreiche Quellenstudien in portugiesischen Archiven werden in die Arbeit eingebracht.

Thematisch behandelt der Band die erste Phase des angolanischen Befreiungskrieges in Südostangola, also die Zeitspanne von etwa 1960 bis 1974. Die Autorin beginnt ihre Studie mit einer instruktiven Einführung, die sowohl die politische Geschichte des südöstlichen Angola auf interessante Weise skizziert als auch grundlegende methodische Fragen der Arbeit diskutiert und dabei an rezente theoretische Debatten anbindet. Unterschiedliche Erfahrungen von Gewalt und die kulturellen Bedeutungen von Gewalterfahrungen stehen im Fokus der Arbeit. Gewalt wird dabei zum change agent, Gewalt verändert persönliche Bezüge, soziale Formationen und Überzeugungssysteme. Diese Veränderungen werden mit viel Gespür für persönliche Nuancen herausgearbeitet.

Brinkman gelingt es, ihre Informanten nicht nur als Opfer darzustellen, obwohl deren Erinnerungen deutlich um Erleiden, Leid, Trauer und Zerstörung kreisen, sondern auch deren Aktionsspielraum, ihre Strategien der Flucht, der Nicht-Kooperation und des offenen Widerstandes beschreiben.

About the author:

Since October 2015, Inge Brinkman is working as professor for African Studies at the Department of African Languages and Cultures at Ghent University. Her fields of research include African literature and African popular culture from a cultural-historical perspective. She is engaged in research on gender, oral narrative and monster studies, and on autobiographical writing in Africa. Geographically the focus is on Central Kenya and Namibia/Angola.

Unter diesen Verweisen finden Sie Publikationen der Autorin und weitere afrikanistische, ethnographische und ethnohistorische Studien zum südlichen Afrika und zur Kavango-Region:

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