Jean A. Blanchon / Denis Creissels [eds.]: Issues in Bantu Tonology [PDF]

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ISBN 978-3-89645-033-3 Artikelnummer: 033 Kategorie: Schlagwörter: , , , , , , , , , ,

Beschreibung

1999
VIII, 198 Seiten
zahlreiche Tabellen, Zusammenfassungen der Einzelbeiträge

Textsprache: Englisch

Der vorliegende Sammelband behandelt verschiedene tonale Aspekte innerhalb der Bantusprachen. Während der erste Artikel eine tonale Erscheinung des Proto-Bantu untersucht, richtet sich der Hauptfokus der Beiträge jedoch auf die Untersuchung von bisher wenig dokumentierten Einzelsprachen vor allem des Nordwestens und Südens des Bantu-Sprachraumes. Damit wird eine Lücke in der Dokumentation der in den Staaten Gabun, Republik Kongo, Swaziland und Botswana beheimateten Bantu-Sprachen geschlossen.

INHALT:

Gisèle Teil-Dautrey: Notes sur l’interaction consonnes-tons en proto-bantou

Teil-Dautrey untersucht in diesem Beitrag die Rekonstruktionen Guthries und Meeussens zum phonologischen System des Proto-Bantu im Hinblick darauf, ob eine Übereinstimmung zwischen der Qualität des Anfangskonsonanten einer rekonstruierten Wurzel und der tonalen Qualität des folgenden Vokals besteht. Dabei kommt die Autorin zu dem Ergebnis, dass stimmlosen Konsonanten häufiger hochtonige Vokale folgen und stimmhaften Konsonanten eher tieftonige als umgekehrt. Die Auffälligkeiten bei *g und *b lassen hierbei signifikante Rückschlüsse auf deren ursprüngliche Qualität zu.

Lolke J. van der Veen: La propagation des tons et le statut des indices pronominaux précédant le verbe en geviya (B.30)

Dieser Artikel untersucht die morphologische Beschaffenheit von traditionell als verbale Präfixe angesehenen Elementen des in Gabun gesprochenen Geviya (B.30) und zeigt, dass die tonalen Regeln der Sprache hilfreich für die Bestimmung ihres grammatischen Status sind.

Jean A. Blanchon: ‘Tone Cases’ in Bantou Group B.40

In diesem Beitrag werden mehrere Varietäten aus der Gruppe der B.40-Sprachen (eine Gruppe von Sprachen, die in Gabun und der Republik Kongo gesprochen werden) auf ihre tonalen Regeln hin untersucht. Wie der Autor zeigt, wird nach Berücksichtigung aller einzelsprachlichen Besonderheiten eine Ebene erkennbar, auf der alle Varietäten die gleiche zugrundeliegende tonale Struktur aufweisen. Diese Struktur korrespondiert mit den Formen des Proto-Bantu. Die Ergebnisse zu den B.40-Sprachen werden danach mit einer früheren Studie desselben Autors zu den H-Sprachen in Beziehung gesetzt.

Gérard Philippson / Pierre Boungou: Éléments de tonologie beembe (H.11)

Die beiden Autoren untersuchen hier eine tonale Regel des in der Republik Kongo gesprochenen Beembe, nach der der letzte Hochton eines Verbs, Konnektivs oder eines assoziativen Index auf das folgende Nomen übergreift. Hierbei stellen sie zwei Besonderheiten fest. Erstens wird die äußerste betroffene Silbe doppelhoch und zweitens erfolgt die Ausbreitung bei verschiedenen Nomina uneinheitlich, wobei für dieses interessante Phänomen bereits eine vorläufige Erklärung gefunden wird.

Denis Creissels: The role of tone in the conjugation of Setswana (S.31)

In diesem Artikel werden die verschiedenen Faktoren untersucht, die die Tonmelodie in der Konjugation einfacher Verbformen des in Botswana verbreiteten Setswana bestimmen. Im wesentlichen sind dies das Vorhandensein bzw. Fehlen eines lexikalischen Hochtones, das Vorhandensein bzw. Fehlen eines grammatikalischen Hochtones in bestimmten Tempora, das Vorhandensein von Hochtönen, die mit den Vokalen bestimmter Präfixe verbunden sind, das Vorhandensein von leeren Silben in der zugrundeliegenden Struktur bestimmter Präfixe, und die Unterscheidung zwischen ‘schwachen’ und ‘starken’ Auslauten.

Denis Creissels: Bimoraic syllables in a language without length contrast and without consonants in coda position: the case of Siswati (S.43)

Dieser letzte Beitrag des Sammelbandes beschäftigt sich mit tonalen Erscheinungen im Siswati (gesprochen in Swaziland/Republik Südafrika), die mit den traditionellen Hypothesen zur Tonalität des Nguni nicht ohne weiteres erklärt werden können. Der Autor postuliert daher die Existenz von Silben, denen eine bimoraische Struktur zugrunde liegt, d.h. Silben, die zwei aufeinanderfolgende tontragende Einheiten umfassen. Die aufgezeigte Problemstellung wird im sprachhistorischen Kontext unter Berücksichtigung vergleichbarer Erscheinungen im Setswana diskutiert.