Klaus Gockel: Mission und Apartheid – Heinrich Vedder und Hans Karl Diehl [PDF]

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Heinrich Vedder und Hans Karl Diehl

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Beschreibung

2010
292 Seiten
9 s/w-Fotos

Textsprache: Deutsch

„Die Rassenfrage wird zum Problem des 20. Jahrhunderts.“ So lautete die Prognose des afroamerika­nischen Historikers W.E.B. Du Bois im Jahre 1900. Eine der radikalsten politischen Manifestationen des weißen Rassismus dieses vergangenen Jahrhunderts war die Einführung der Apartheid im südlichen Afrika im Jahre 1948. Mit der politisch-gesellschaftlichen Trennung der Bevölkerung nach rassischen Kriterien führte das Apartheidssystem zur völligen Entrechtung der schwarzen Mehrheit, welche erst in den 1990er Jahren, nach jahrzehntelangem Freiheitskampf, ihre Unabhängigkeit wiedererlangte.

In dem vorliegenden Werk befasst sich der Autor mit dem Verhältnis von Mission und Staat zu Zeiten der Apartheid im damaligen Südwestafrika, dem heutigen Namibia. In je einem Teilband wird untersucht, wie die Theologen Dr. Heinrich Vedder und Hans Karl Diehl bzw. Hans-Georg Scholz und Dr. Werner Andreas Wienecke, die als Missionare bzw. Pastoren der Rheinischen Missionsgesellschaft (RMG), der Vorgängerin der heutigen Vereinten Evangelischen Mission (VEM), in Südwestafrika tätig waren, sich in der Zeit nach dem 2. Weltkrieg mit dem weißen Rassismus in der Gestalt der Apartheid auseinandergesetzt haben.

Grundlage der Untersuchung sind die im Archiv der VEM vorhandenen Dokumente von und über Vedder und Diehl, zwei markante Persönlichkeiten der Missionsgeschichte. Wo positionierten sich diese Vertreter der weißen Mission bei Fragen zu Kolonialismus und Apartheid oder zur gewaltlosen Beteiligung am Kampf für politische Befreiung, der von Seiten der afrikanischen oder schwarzen Theologie im Land gefordert wurde? Unterschied sich deren Einstellung zur Apartheid von der der weißen Regierung in Südwestafrika und Südafrika?

Für Gockel ist Rassismus ein universelles Menschheitsproblem, das durch Forschung und Aufklärung nicht abgeschafft werden kann. Jedoch können diese dazu beitragen, Prozesse und Strukturen des Rassismus und des Widerstandes gegen ihn zu analysieren sowie seine Hintergründe und Rahmenbedingungen aufzuzeigen. Dadurch entsteht die Möglichkeit, gegenwärtigen und zukünftigen Rassismus besser zu erken­nen und zu bekämpfen.