Maarten Kossmann: Berber Loanwords in Hausa [PDF]

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ISBN 978-3-89645-391-4 Artikelnummer: 391 Kategorien: , Schlagwörter: , , , , , , , , , ,

Beschreibung

2005
X, 228 Seiten
2 Tabellen

Textsprache: Englisch

Hausa ist der zahlenmäßig wichtigste Vertreter der tschadischen Sprachfamilie und wird von mehr als 35 Mill. Menschen gesprochen. In Nordnigeria und Südniger ist es die meistgesprochene Sprache unter den dort ansässigen Bauern und Händlern. Im Unterschied hierzu ist das Tuareg eine Berbersprache und wird hauptsächlich im Kontext einer Nomadengesellschaft gesprochen.

Sprachkontakte zwischen Tuareg und Hausa stehen schon länger im Fokus zahlreicher linguistischer Untersuchungen. Die wohl einflussreichsten Ergebnisse auf diesem Gebiet legte der Hausaist Claude Gouffé in den späten 1960er und frühen 1970er Jahren vor. Das 1996 erschienene Hausa Comparative Dictionary von Neil Skinner stellt den wohl bedeutendsten Beitrag zur Frage der Tuareg-Lehnwörter im Hausa seit den Studien von Gouffé dar.

Das vorliegende Werk folgt den grundsätzlichen Leitlinien Gouffés und zu einem geringeren Anteil denen Skinners. Den Kern der Studie (Kap. III.1) stellt eine analytische Wortliste von etwa 100 Einträgen dar, die als im Hausa vorkommende Tuareg-Lehnwörter angesehen werden. Viele dieser Einträge finden sich schon bei Gouffé und Skinner, die Hälfte von ihnen sind jedoch neu erarbeitete Vorschläge. Weitere 50 zweifelhafte Etyma werden im Kap. III.2 diskutiert.

Einige Wortgruppen mit spezifischer etymologischer Geschichte werden im Kap. II untersucht. Dies umfasst eine Studie zur Benennung von Haustieren, die sich hauptsächlich mit den von Skinner (1977, 1981) herausgearbeiteten Vorschlägen zu diesem Wortbereich auseinandersetzt, eine Betrachtung früher islamischer Lehnwörter, eine weitere Untersuchung von Berber-Lehnwörtern, die durch das Kanuri ins Hausa Eingang gefunden haben und eine besondere Sparte zu dem Etymon „Kamel“.

Das Kap. IV enthält eine Analyse zur Integration von Tuareg-Lehnwörtern in die Hausa-Phonologie und -Morphologie. Im Kap. V findet der Leser schließlich die Auseinandersetzung mit einigen Bereichen der Hausa-Grammatik, die aus den Studien der Tuareg-Lehnwörter hervorgegangen ist, aber über die alleinige Analyse von Lehnwörtern hinausgeht.