Maarten Kossmann: Essai sur la phonologie du proto-berbère [PDF]

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ISBN 978-3-89645-035-7 Artikelnummer: 035 Kategorie: Schlagwörter: , , , , , , , , , ,

Beschreibung

1999
314 Seiten
Index

Textsprache: Französisch

Die Berbersprachen gehören mit dem Tschadischen, Kuschitischen, Semitischen, Omotischen und Altägyptischen zu der Familie der afroasiatischen (auch hamito-semitischen) Sprachen. Da sich die afroasiatischen Sprachen in einem stärkeren Maß voneinander unterscheiden als beispielsweise die Mitglieder der indoeuropäischen Sprachfamilie, sind in der Rekonstruktion ihrer Vorstufe die von der Indogermanistik entwickelten Methoden nur eingeschränkt anwendbar.

Die Mitglieder des berberischen Sprachzweiges unterscheiden sich voneinander wie etwa die germanischen Sprachen. Heutzutage werden Berbersprachen und -dialekte in einem Gebiet gesprochen, das von Ägypten (Siwa) über Libyen und Algerien bis nach Marokko reicht und sich vom Mittelmeer bis südlich der Sahara erstreckt. Obwohl dieses Gebiet von großen arabischsprachigen Regionen durchsetzt ist, bilden Sprecher der verschiedenen Berbersprachen bis zu 50% der Bevölkerung in Marokko, in Algerien bis zu 25%. Das Proto-Berber bezeichnet die Sprachstufe, die als die einheitliche historische Vorstufe aller Berbersprachen rekonstruierbar ist, bevor sich aus den ursprünglich rein dialektalen Varianten die heutigen Sprachen und Dialekte entwickelten.

In seiner hier vorgelegten Rekonstruktion des phonologischen Systems des Proto-Berberischen stützt sich der Autor auf zahlreiche regionale und lokale Varianten der verschiedenen Berber-Sprachen, wie sie heute gesprochen werden, und begegnet damit früheren Ansätzen, die sich in der Rekonstruktion vornehmlich auf das als besonders archaisch eingestufte Tuareg stützten.

In vier großen Kapiteln geht er auf die Probleme der Kurzvokale, des Konsonanten h, der Velare und der marginalen Konsonanten ein. Das Ergebnis ist eine Rekonstruktion des konsonantischen und vokalischen Phoneminventars des Proto-Berberischen, das als Ausgangsbasis für die Rekonstruktion sowohl des Lexikons als auch grammatischer Elemente dienen kann.