Raimund Kastenholz / Anne Storch [Hrsg.]: Sprache und Wissen in Afrika [PDF]

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Beiträge zum 15. Afrikanistentag, Frankfurt am Main und Mainz, 30. September – 2. Oktober 2002

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Beschreibung

2004
301 Seiten
10 Karten, 5 Spektrogramme, zahlreiche Tabellen, Grafiken und Übersichten

Textsprachen: Deutsch, Englisch, Französisch

Die in diesem Band versammelten Beiträge vom Frankfurt-Mainzer Afrikanistentag mögen das Fach „Afrikanistik“ im weitesten Sinne repräsentieren. Dabei berühren sich altehrwürdige Tradition und innovative Moderne, präsentieren sich Wissenschaftler einer Vielzahl von afrikanistischen Instituten und Einrichtungen. Längst sind Fachtagungen wie der Afrikanistentag ja nicht nur Ausweis dafür, wie engagiert und vielfältig sich afrikanistische Forschung in Deutschland und dem angrenzenden Europa darstellt, sondern sie sind auch ein Podium für die fortdauernde Diskussion über die Zukunft dieser Wissenschaftstradition.

Mit dem 15. Afrikanistentag begann in vielerlei Hinsicht ein neuer Abschnitt sowohl in der Tradition der Afrikanistentage als auch der jüngeren Geschichte des Fachs. So wurde zum einen ein öffentlicher Diskurs zur Zukunft des Universitätsfaches Afrikanistik begonnen, der noch anhält und auf den nachfolgenden Afrikanistentagen weitergeführt wurde und wird; für das Fach selbst ist die Gründung eines repräsentativen Fachverbands von größter Bedeutung. Damit wird die deutschsprachige Afrikanistik künftig nicht nur durch eine regelmäßig stattfindende Fachtagung repräsentiert, sondern verfügt auch über eine dauerhafte Institution, die sich für die Belange des Fachs und seiner Vertreterinnen und Vertreter in Gremien und vor der Öffentlichkeit einsetzt.

Die vielfältigen Diskussionen und Aktivitäten, die den Afrikanistentag bestimmten, zeigen aber auch, dass eine internationale wissenschaftliche Vernetzung in völlig anderem Maße stattfindet als in früheren Jahren und dies dem Fach eine neue Dimension verleiht. Die Zusammenarbeit mit afrikanischen Kolleginnen und Kollegen kann hier eine partnerschaftliche, ausgewogene sein, bei der beide Seiten in der Planung und Durchführung wissenschaftlicher Projekte gleichermaßen beteiligt sind. Diese Haltung, die im Grunde aus der Tradition des Faches erwachsen ist, muss Afrikanisten künftig immer mehr beschäftigen, sich in Belange von Politik und Gesellschaft einzumischen und einen Dialog zwischen Europa und Afrika mitzugestalten.

INHALT

Herrmann Jungraithmayr:
Afrikanistik wozu?

Rose-Juliet Anyanwu:
Phonologie des Wapã (Jukun von Wase Tofa)

Julia Becher:
Fused lects – Vom Codeswitching zum gemischten Kode. Sprachgeburt in Dakar

Rose Marie Beck / Frank Wittmann:
Afrikanische Medienkulturen

Abdourahmane Diallo:
Mobilité sociale et dynamisme linguistique en Guinée – cas des langues majoritaires

Axel Fleisch:
Sprachliche Ausdrücke aus dem Bereich ‚Emotion’ im Zulu und Ndebele

Charline Hanitry Ny Ala-Gerull:
Kontakt von austronesischen und afrikanischen Sprachen im Indischen Ozean

Roland Kießling:
Kausation, Wille und Wiederholung in der verbalen Derivation der westlichen Ring-Sprachen (Weh, Isu)

Antje Meißner:
Genus- und Numerusmarkierung – Aspekte der nominalen Morphologie im Maa

Wilhelm J.G. Möhlig:
Methodologische Überlegungen zum afrikanistischen Umgang mit historischer Dokumentarliteratur

Maarten Mous:
The Causative in Konso

Gaston Nanfah:
Sprachvielfalt und die Problematik der nationalen Einheit in Afrika am Beispiel Kameruns

Eva Rothmaler:
Toponyme in Borno – eine historisch-linguistische Spurensuche

Anne Storch:
Zur Typologie der Wortklassen im Hone (Jukun)

Holger Tröbs:
Zur Entstehung von Perfektiv-Markern im Manding (West-Mande)

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