Rainer Simeit: Krebskranke Eltern unterstützen [PDF]

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Effekte einer psychoonkologisch-psychoedukativen Gruppenintervention für krebserkrankte Eltern auf die Lebensqualität innerhalb der Familie im Rahmen der ambulanten, psychoonkologischen Nachsorge

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Beschreibung

2015
409 Seiten

43 Farbseiten, zahlreiche Tabellen und Übersichten, Anhang: Prozess der Literaturrecherche zum Kapitel 2.1, Originalmodell von Su & Ryan-Wenger (2007), Prozess der Literaturrecherche zum Kapitel 3, Psychoonkologische Interventionen mit Familien, Interventionsmanual, Die verwendeten Fragebögen im Detail, Selbstentwickelte standardisierte Fragebögen, Soziodemografische und krankheitsbezogene Daten der gesunden Partner in der Vergleichs- und der Interventionsgruppe zum Zeitpunkt der Studienaufnahme (t1), Darstellung der Basisdaten der Vergleichsgruppe und der Interventionsgruppen „Elternseminar“ und „Kindergruppe“

Textsprache: Deutsch

Krebskranke Eltern zeigen sich häufig mit der eigenen Krankheitsbewältigung psychisch stark beansprucht und verfügen in der Behandlungszeit nur über wenige Ressourcen, ihre Kinder adäquat einzubeziehen. Es fehlt oft das Wissen darum, was für die Kinder in dieser Situation wichtig ist. Die Sorge um die Kinder belastet die Eltern in ihrer Lebensqualität zusätzlich zu den eigenen Sorgen und Unsicherheiten.

Psycho-Onkologische Hilfen finden bisher überwiegend mit den einzelnen Familien oder Eltern statt. Bislang gab es kein strukturiertes und evaluiertes Gruppenprogramm als Unterstützung für die Eltern. Das vorliegende Buch umfasst zum einen das Manual für eine neu entwickelte Gruppenintervention für Eltern, zum anderen die wissenschaftliche Evaluation dieses Gruppenprogramms und den aktuellen Forschungsstand zur psychischen Verfassung krebserkrankter Eltern, ihrer gesunden Partner und der minderjährigen Kinder in der Familie.

Das Elternseminar besteht aus sieben Terminen mit einer Dauer von jeweils 90 Minuten. Die Themen sind familien- und kindorientiert. Methodisch werden Impulsreferate, Austausch und prak­tische Übungen eingesetzt. Die primäre Zielgröße der Evaluation ist die gesundheitsbezogene Lebensqualität des krebserkrankten Erwachsenen. Sekundäre Zielparameter sind die familiäre Funk­tion, die spezifische Belastung durch die Krebserkrankung und der Status der Berufstätigkeit.

Insgesamt zeigen die Teilnehmer am Elternseminar relevante, signifikante Verbesserungen in ihrer Lebensqualität, der psychischen Befindlichkeit und der familiären Kommunikation über die Zeit im Vergleich zu den Teilnehmern der Kontrollgruppe ohne Intervention. Die Lebensqualität der Kinder verbessert sich aus Sicht der erkrankten Elternteile mit kleineren Effektstärken ebenfalls. In der Gruppe, die am Elternseminar teilgenommen hat, sind in der Nachbefragung mehr Teilnehmer wieder berufstätig als in der Kontrollgruppe. Die Teilnehmer des Elternseminars sind mit der Gruppe sehr zufrieden.

Das vorliegende Buch bietet allen, die mit krebserkrankten Eltern minderjähriger Kinder in einem psychosozialen Kontext arbeiten, eine detaillierte Grundlage für die Durchführung eigener Gruppen­angebote.