Renata Ana Springer Bunk: Die libysch-berberischen Inschriften der Kanarischen Inseln in ihrem Felsbildkontext [PDF]

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ISBN 978-3-89645-942-8 Artikelnummer: 942 Kategorie: Schlagwörter: , , , , , , , , ,

Beschreibung

2014
XVI, 106 Seiten
2 Farbkarten, 33 Farbfotos, 5 Faksimile-Reproduktionen, zahlreiche Tabellen und Übersichten

Textsprache: Deutsch

Die libysch-berberischen Inschriften der Kanarischen Inseln sind wichtige geschichtliche Zeugen der Ureinwohner aus der Zeit vor der Eroberung. Sie weisen auf ihre Herkunft aus Afrika, bilden somit einen Identitätsnachweis für die heutige Bevölkerung und werden oft auch als Symbole benutzt. In der Forschung haben diese Eigenschaften oft eine große Rolle gespielt, und Sprache und Schrift haben sich als wesentliches Beweismaterial für die wachsenden Forderungen nach Anerkennung einer berberischen Identität erwiesen.

Geschichtsschreiber und Chronisten der Eroberung sammelten zahlreiche Wörter und einige Sätze der Sprache der Ureinwohner jeder Kanarischen Insel, die sich zusammen mit den Ortsnamen bis heute erhalten haben. Damit lieferten sie unwiderlegbare linguistische Fakten dafür, dass es sich bei den alten Kanariern um berbersprachige Gruppen handelte. Die ersten libysch-berberischen Inschriften wurden auf dem Archipel allerdings erst im 19. Jh. gefunden. Die Entdeckungen halten weiter an und sind bis zum heutigen Tage nicht abgeschlossen, wie vor allem in letzter Zeit durch zahlreiche Neufunde belegt werden konnte.

Geographisch gesehen bildet der kanarische Archipel den westlichsten Rand des Gebietes der berbe­rischen Sprache und Schrift. Gleichzeitig findet man hier eine extrem hohe Anzahl von libysch-berberi­schen Inschriften mit einer enormen Raumdichte im Vergleich zur geringen Oberfläche der Inseln. Allerdings ist für die Archäologie nicht ausschließlich die Menge der Entdeckungen maßgebend, sondern viel­mehr, dass diese eine wichtige Grundlage für die Deutung des Ursprungs der alten Bevölkerung liefern und damit auch den ungefähren Zeitpunkt der Besiedlung der Inseln bezeugen, der mit dem des Gebrauchs dieser Schrift im Norden des afrikanischen Kontinentes übereinstimmt.

Das vorliegende Buch dokumentiert den aktuellen Stand der Forschung nach mehreren Jahrzehnten kontinuier­licher Studien und beinhaltet gleichzeitig die neuesten Untersuchungen und Ergebnisse in einer all­gemeinverständlichen Darstellung.