Roland C. Stevenson: Tira and Otoro [PDF]

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Two Kordofanian Grammars by Roland C. Stevenson

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ISBN 978-3-89645-173-6 Artikelnummer: 173 Kategorien: , Schlagwörter: , , , , , ,

Beschreibung

2009
X, 333 Seiten
1 s/w-Foto, 3 Grafiken, 8 Tabellen, Wortliste: Englisch-Tira und Englisch-Otoro, Anhang

Textsprache: Englisch

Das vorliegende Werk stellt zwei bislang unveröffentlichte Manuskripte des Missionars und Linguisten Roland C. Stevenson zu den beiden kordofanischen Sprachen Tira und Otoro vor. Diese Sprachen werden in den Nuba-Bergen des zentralen Sudan von etwa 40.000 (Stand 1982), beziehungsweise 10.000 (Stand 2001) Sprechern gesprochen. Roland C. Stevenson, geboren 1915 in Romford/Essex in England, reiste 1937 zum ersten Mal in den Sudan, um dort für die Church Missionary Society tätig zu sein. Von diesem Zeitpunkt an, bis zu seinem Tod im Jahre 1991, widmete er sein Leben als Missionar und Linguist dem Studium der Sprachen, die in den Nuba-Bergen gesprochen werden.

Seine 1951 an der School of Oriental and African Studies (SOAS) in London abgeschlossene Doktorarbeit stellt Stevensons bekanntesten Beitrag innerhalb der Afrikanistik dar. Sie wurde in Teilen in der Zeitschrift Afrika und Übersee, Bde. 40–41 in den Jahren 1956 und 1957 unter dem Titel A survey of the phonetics and grammatical structure of the Nuba Mountain languages, with particular reference to Otoro, Katcha and Nyima veröffentlicht. Außerdem lieferte er Datenmaterial zu den Kapiteln über die Nuba-Berge in Teil 3 des Handbook of African Languages von A.N. Tucker und M.A. Bryan, The Non-Bantu Languages of North-Eastern Africa (1956) und dem Begleitband Linguistic Analyses (1965).

Ein großer Teil seines Werks ist jedoch nach wie vor unveröffentlicht geblieben. Die Familie äußerte nach seinem Ableben den Wunsch, seine Schriften zu bewahren und der Wissenschaft zugänglich zu machen. Mit dieser Publikation ist nun ein weiterer Schritt auf dem Weg vollzogen, dies zu ermöglichen. Die hier vorliegenden Manuskripte stammen laut den Notizen Stevensons aus den Jahren 1942 (Tira) und 1943 (Otoro).

In vielen wissenschaftlichen Bereichen, einschließlich der Afrikanistik, würden Schriften solchen Alters als überholt gelten und hätten somit nur noch einen rein historischen Wert, nicht so in diesem Fall. Abgesehen von einigen Auszügen, die ihren Weg in Stevensons Doktorarbeit und das Handbook von Tucker und Bryan gefunden haben, bietet das hier zum erstenmal gedruckte Material, sowohl auf das Korpus als auch die Analyse bezogen, eine Vielzahl an neuartigen Erkenntnissen über diese Sprachen.