Rose-Juliet Anyanwu: Tense, Aspect, and Mood in Benue-Congo Languages [PDF]

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ISBN 978-3-89645-470-6 Artikelnummer: 470 Kategorien: , Schlagwörter: , , , , , , ,

Beschreibung

2010
116 Seiten
2 Grafiken, 7 Tabellen, Index

Textsprache: Englisch

Die vorliegende Studie untersucht TAM-Systeme in Benue-Kongo-Sprachen mit Ausnahme der Bantu-Sprachen. Die Anregung zu diesem Projekt lieferte unter anderem die Beschäftigung mit der seit langem bestehenden Hypothese, beispielsweise formuliert durch Comrie (1976), dass in den meisten afrikanischen Sprachen der grammatikalische Aspekt relevanter ist als Tempus. Die folgenden Sprachen werden hieraufhin näher untersucht: Hone, Igbo, Kana und Yoruba, die nach Blench & Williamson (2000) alle zur Benue-Kongo-Sprachfamilie gehören.

Als Teil der Methodologie zielt die vorliegende Studie darauf ab, die Futur-/Nicht-Futur- sowie Vergangenheitsformen, wo anwendbar, in Beziehung zu dem imperfektiven und perfektiven Aspekt zu betrachten. Das Vorhaben dieses Projekts ist vielseitig: In erster Linie gilt es die TAM-Systeme der Benue-Kongo-Sprachen (ohne Einbeziehung der [Narrow-]Bantu-Sprachen) zu untersuchen, vergleichen, kontrastieren und dokumentieren. Ebenso wird analysiert, inwiefern TAM mit anderen linguistischen Phänomenen wie Tonologie, Morphologie, Syntax und Fokusgefügen interagiert.

Ein dritter Analyseansatz besteht in der Untersuchung, zu welchem Grad die einzelnen TAM-Komponenten – Tempus, Aspekt, Modus – zentral für Benue-Congo-Sprachen sind. Abschließend wird untersucht, ob und in welchem Ausmaß der Begriff Aktionsart auf die untersuchten Sprachen anwendbar ist.

Die Studie zeigt, dass Aspekt in der Mehrheit der beschriebenen Sprachen grammatikalisch bedeutend ist. Das Igbo weist sowohl in Futur- als auch Vergangenheitsformen formale Marker auf. Im Hone-Verbsystem hingegen wird Tempus nur marginal in Futur- und Vergangenheitsformen markiert, während dies im Kana ausschließlich auf Futurformen zutrifft. Im Yoruba hingegen kommt Tempus nicht vor; alle „Futur“-Marker in dieser Sprache sind faktisch modal und nicht tempusmarkiert. Bezüglich des Präsens scheint sich sprachenübergreifend eine Tendenz bei den Sprechern herauszubilden, sowohl die Verlaufsform als auch den Habitualis als Präsens zu interpretieren.