Sauda A. Barwani / Regina Feindt / Ludwig Gerhardt / Leonhard Harding / Ludger Wimmelbücker (Hrsg.): Unser Leben vor der Revolution und danach – Maisha yetu kabla ya mapinduzi na baadaye [PDF]

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Autobiographische Dokumentartexte sansibarischer Zeitzeugen

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ISBN 978-3-89645-274-0 Artikelnummer: 274 Kategorien: , Schlagwörter: , , , , , , , ,

Beschreibung

2003
577 Seiten

Textsprache(n): Deutsch, Swahili

Im vorliegenden Werk haben sich Sprachwissenschaftler in Kooperation mit Historikern die Aufarbeitung der Revolution von 1964 aus der Sicht der unterlegenen Partei als Ziel gesetzt. Diese hatte die Vertreibung der ersten demokratisch gewählten Regierung unter Führung der Zanzibar National Party sowie die Einsetzung eines sozialistischen Systems unter der Führung der Afro-Shirazi Party zum Ziel.

Die hier gesammelten Interviews sind ein Ergebnis des Teilprojektes „Die Umsetzung der Revolution von Sansibar 1964 und ihre Wahrnehmung“ innerhalb des Sonderforschungsbereichs 520 Gesellschaftliche Umbrüche in afrikanischen Gesellschaften und ihre Bewältigung an der Universität Hamburg (1999–2003). Es wird der historische Kontext der Ereignisse skizziert und einige wichtige der im Rahmen dieses Projektes geführten Interviews mit Zeitzeugen wiedergegeben.

Die Auswahl der Interviewpartner erfolgte nach inhaltlichen und pragmatischen Kriterien, sodass bewusst Zeitzeugen der Ereignisse, die u.U. als Handelnde die Entwicklung beeinflusst haben, befragt wurden. Es sollte ein Querschnitt durch die damals von Sansibar vertriebene und geflüchtete Bevölkerungsschicht gegeben werden, um nicht nur Männer zu Worte kommen zu lassen. Die pragmatischen Gesichtspunkte ergaben sich daraus, welche von den in Frage kommenden Ansprechpartnern erreichbar und aussagewillig waren.

Insgesamt wurden etwa 40 Personen befragt, wovon fünf ausgewählt wurden. Die Interviews werden in der swahili-sprachigen Originalversion sowie in deutscher Übersetzung wiedergegeben. Ziel der Untersuchungen für die sprachwissenschaftliche Seite war es, herauszufinden, inwieweit das Erlebte und dessen Bewältigung in Wortwahl, Ausdruck und Erzählfluss wiederzufinden ist. Die Historiker hingegen analysieren die subjektiven Aussagen der Zeitzeugen, zu deren Wahrnehmung der Ereignisse, vor dem Hintergrund des gegenwärtigen Forschungsstandes.

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