Sigrid Schmidt: Tricksters, Monsters and Clever Girls [PDF]

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African Folktales – Texts and Discussion

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ISBN 978-3-89645-128-6 Artikelnummer: 128 Kategorien: , Schlagwörter: , , , , , , , ,

Beschreibung

2001
383 Seiten
1 Originaltext in Nama/Damara mit Transkription und Übertragung ins Englische, 3 Liedbeispiele in Notentranskription, 2 Tabellen

Textsprache: Englisch

Die Autorin verfolgt mit dem Buch zwei Ziele: Der Leser soll durch afrikanische Erzählungen aus erster Hand unterhalten, der Forscher durch die detaillierte Studie angeregt werden. Die 64 Erzählungen, die von der Autorin zwischen 1960 und 1997 aufgenommen wurden, sind bisher noch nicht veröffentlicht worden. Ihre Bandbreite reicht von Mythen zu Tiergeschichten, von Zauber- und Ogergeschichten bis hin zu Legenden und Geschichten aus persönlicher Erfahrung. Teil II des Werkes liefert Hintergrundinformationen zu den Erzählern und zur Verbreitung der Erzählungen im südlichen Afrika. Teil III fasst die theoretische Diskussion der Autorin aus den sieben bereits auf Deutsch erschienenen Bänden (1991–1999) zusammen und aktualisiert sie. Die Analysen sind das Ergebnis 40jähriger Verbundenheit mit der südwest-afrikanischen bzw. namibischen Erzählkultur und den Einblicken, die die Autorin gewann, weil sie Hunderten verschiedener Erzähler zuhörte.

Obwohl der Schwerpunkt der Studie auf den Überlieferungen der Nama-sprachigen Ethnien liegt, werden diese aber immer im Vergleich zur übrigen afrikanischen Erzählkunst gesehen. Ein besonderes Augenmerk richtet sich auf die mythischen Trickstergeschichten – den einzigartigen Schatz der Khoisanvölker, aber auch die grundlegenden Fragen der übrigen Genres werden debattiert: Was sind die Charakteristika afrikanischer Zaubermärchen im Vergleich zu den Zaubermärchen der westlichen Welt? Warum genießen afrikanische Erzähler Tiertrickstergeschichten trotz der fraglos zweifelhaften moralischen Standards des Helden? Warum lachen Erzähler und Zuhörer, wenn die düsteren Ogergeschichten erzählt werden? Gibt es stilistische Besonderheiten und motivhafte Ausdrücke in den Geschichten persönlicher Erfahrungen?

Die Autorin möchte die afrikanischen Leser dazu anregen, ihr lokales Erbe wertzuschätzen, es aber auch in Relation zu anderen afrikanischen und internationalen Überlieferungen zu sehen. Genauso soll dem westlichen Leser zu einem besseren Verständnis und größerer Achtung der afrikanischen Erzählkunst verholfen werden.