Sirih-Nagang Nancy Nyindem: Linguistic Salvage – Isubu and Wovea (Bantu A231) [PDF]

 59,80

Enthält 7% MwSt.
Lieferzeit: keine Lieferzeit (Download)

Phytonyms and Zoonyms. Including a Grammatical Sketch. With a foreword by Evelyn Fogwe Chibaka

Zum Anzeigen und Lesen von PDF-Dokumenten benötigen Sie einen PDF-Reader, z. B. Adobe Acrobat Reader oder Foxit Reader.
ISBN 978-3-89645-770-7 Artikelnummer: 770 Kategorie: Schlagwörter: , , ,

Beschreibung

2020
247 Seiten
2 Farbkarten, 346 Farbfotos, 7 Farbdiagramme, 41 Farbzeichnungen, 9 s/w-Zeichnungen, zahlreiche Tabellen und Graphiken, Index

Textsprache: Englisch

Die vorliegende Studie dokumentiert das sprachliche- und Volkswissen über Pflanzen und Tiere im Isubu und Wovea, zweier bedrohter kamerunischer Bantu-Sprachen aus der Bantu-Zone A.231 (nach Guthrie). Die Studie bedient sich dabei ethnobotanischer, ethnosoziologischer und anthropologisch-linguistischer Herangehensweisen, um lokale Systematiken, Funktionen und sprachliche Implikationen der Pflanzen und Tiere zu untersuchen.

Zu Beginn wird die Verortung und linguistische Klassifikation der beiden Gruppen dargestellt sowie ihre Geschichte und ihr sozio-ökonomisches Leben. Im ersten Kapitel folgt eine grammatische Beschreibung beider Sprachen, die Nominalklassen und ihre Struktur in Kapitel zwei. Kapitel vier und fünf beinhalten die Daten der Namensforschung, Pflanzen- und Tiernamen, die Beschreibung und linguistische Analyse dieser eingeschlossen. Im abschließenden Kapitel wird der Schwerpunkt der Arbeit zusammen mit ihrem Wert rekapituliert, was durch Empfehlungen an verschiedenen Interessengruppen unterstrichen wird.

Die Isubu sind multilingual, d.h. Code-Switching und Code-Mixing sind eine alltäglich angewandte Sprachpraxis. Isubu wird in Bimbia, in der Küstengegend der Süd-West Region Kameruns gesprochen. Die Sprache gehört zu einem Kontinuum der eng miteinander verwandten Bantu-Sprachen (Benue-Kongo der Niger-Kordofanischen Gruppe), die auch Douala, Mopke und Wovia/Wovea einschließt. Aus diesem Grund weißen Isubu und Wovea dieselben strukturellen Merkmale wie Nominalklassen und Konkordanzsysteme auf.

Die Bevölkerungsanzahl der Isubu- und Wovea- Sprecher beträgt laut einer Volkszählung von SIL (1982) nur noch um die 800 bzw. 600 Personen. Die heutigen Zahlen haben sich deutlich verringert. Wissenschaftliche Funde der vorliegenden Studie gehen in Wovea von weniger als 200 Menschen aus.

Isubu hat seine Funktion als öffentliche Sprache verloren und wird nur noch reduziert gebraucht im privaten, häuslichen Kontext, in eng verstrickten Gruppen und auf spezifischen Festen.

Durch die sozialen, kulturellen und ökonomischen Veränderungen des letzten Jahrzehnts wurden viele Traditionen wie etwa das Fische-Dörren aufgegeben.

Eines der Ziele der Studie war es, solche Praktiken zu dokumentieren, die heute nur noch älteren Sprechern in Erinnerung geblieben sind. Es wurde zudem versucht, ein Bewusstsein unter den Sprechern über die Rolle und den Reichtum ihrer Sprache zu schaffen und lokale Initiativen zu unterstützen. Ein weiteres Thema des Projektes war es, die multilingualen Praktiken der Isubu zu dokumentieren sowie die Veränderung ihrer Sprache im urbanen Umfeld.