Ulrike Nüsslein: A Grammar of Kordofanian Julut [PDF]

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with Particular Consideration of the Verbal Morphology

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ISBN 978-3-89645-771-4 Artikelnummer: 771 Kategorien: , Schlagwörter: , ,

Beschreibung

2020
30 Seiten römisch, 393 Seiten
4 Farbkarten, 5 Farbspektrogramme, 2 s/w-Spektrogramme, 4 Farbzeichnungen, zahlreiche Tabellen und Übersichten

Textsprache: Englisch

Gegenstand dieser Arbeit ist eine Minderheitensprache des Sudan mit dem Namen Julut. Es wird in den Nuba-Bergen gesprochen, die sich in Südkordofan befinden. Aufgrund des seit 2011 andauernden Bürgerkriegs in diesem Gebiet ist eine Forschung im Nuba-Gebirge nahezu unmöglich. Daher ist das eigentliche Thema dieser Arbeit die Julut-Sprache vorwiegend derjenigen Sprecher, die in der Hauptstadt Khartum leben.

Das Forschungsziel der Arbeit besteht darin, eine Dokumentation und eine Beschreibung der Julut-Sprache zu erstellen. Die Dokumentation besteht aus einem Korpus von Aufzeichnungen und schriftlichen Daten. Die Arbeit besteht aus einer Skizzengrammatik, einer ausführlicheren Beschreibung der verbalen Morphologie und einem kleinen Teil der Dokumentation der Julut-Sprache.

Basierend auf der Konstruktionsgrammatik besteht die Beschreibung der verbalen Morphologie aus zwei Teilen, der semisiologischen und der onomasiologischen Perspektive auf eine Sprache. Julut ist eine bisher wenig beschriebene Sprache. Eine der wenigen Untersuchungen wurde von Birgit Hellwig im Zusammenhang mit ihrem Hauptforschungsziel, der Katla-Sprache, zwischen 2006 und 2007 durchgeführt. In den Jahren 1949–1950 hatte Greenberg vorgeschlagen, dass die Sprachgruppen Heiban, Talodi, Rashad, Katla und Kadugli Zweige einer kordofanischen Sprachfamilie sind (Schadeberg 1981). Von dieser Zeit an galt Julut als Dialekt der Katla-Sprache und wurde als „Julud“ bezeichnet.

Aktuelle Forschungen von Birgit Hellwig argumentieren, dass Julut und Katla als Dialektkontinuum betrachtet werden sollten, da Julut und das benachbarte Ost-Katla für beide Seiten verständlich sind, Julut und West-Katla jedoch nicht. Aufgrund dieser Erkenntnisse und der Tatsache, dass sich beide ethnischen Gruppen als getrennte Gemeinschaften wahrnehmen, wird Julut als eigenständige Sprache angesehen und hier als eigenständiges Forschungsziel behandelt.