Marjolijn Aalders Grool: Verbal Art of the Fon (Benin) [PDF]

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ISBN 978-3-89645-288-7 Artikelnummer: 288 Kategorie: Schlagwörter: , , , , , , , , , , ,

Beschreibung

2013
X, 252 Seiten
4 Karten, 3 Skizzen, zahlreiche Tabellen und Übersichten
Textsprache(n): Englisch

Der vorliegende Band hat die Analyse eines Korpus’ von 37 Fongbe-Erzählungen (57.000 Wörter) zum Ziel, das die Autorin zwischen 1976 und 1977 in drei Dörfern des südlichen Benin aufgenommen hat. Die Erzählungen gehören zum Genre Hwènùxó, zu übersetzen mit Worte der Vergangenheit, und dienen der moralischen Unter­weisung von Kindern. Die Autorin untersucht die Erzählungen mit­hilfe eines multi-perspektivischen Ansatzes. Zunächst wird die Dar­bietung der Geschichten als ein kulturelles Ereignis betrachtet, das in einem spezifischen Kontext stattfindet und das spezielle Elemente beinhaltet.

Darüber hinaus werden linguistische sowie statistische Verfahren verwendet, um die Strukturierung des Erzähl­diskurses zu analysieren. Die Untersuchung der inhaltlichen Gliederung bedarf dabei einer Analyse des Sprachgebrauchs der Vortragenden. Die Beschreibung von Stilmitteln und -elementen verlangt wiederum nach einer linguistischen Herangehensweise. Schließlich wird die Darbietung der Erzäh­lungen anhand eines Vergleichs unterschiedlicher Versionen von ähnlichen Geschichten, die in verschiedenen Dörfern von diversen ErzählerInnen vorgetragen wurden, genauer betrachtet.

Das vorliegende Buch besteht aus fünf Teilen. Der erste Teil liefert einen Überblick über das Ereignis einer Erzähldarbietung, dessen Hintergründe und die Aufnahme. Der zweite Teil beleuchtet die spezifischen Charakteristika des Hwènùxó-Genres sowie Elemente und Themen der Erzählungen des Korpus. Der dritte Teil beschäftigt sich mit der Struktur des Erzähldiskurses, d.h. mit dessen Segmentierung in Äußerungen und Pausen, mit der Verwendung des satzfinalen Partikels ɔ, und mit der Art und Weise des Sprachgebrauchs der Vortragenden.

Der vierte Teil bietet eine Übersicht über die stilistischen Mittel, die die ErzählerInnen jeweils verwenden. Der fünfte Teil des Werkes befasst sich schließlich mit dem kreativen Prozess, durch den die Vortragenden die Geschichten gestalten. Die Autorin skizziert den zugrundeliegende Rahmen der Erzählungen, liefert die Schlüssel zu den versteckten Bezugnahmen und metalinguistischen Inhalten und stellt das Konzept bzw. die Technik des Storyboard sowie dessen Verwendung seitens der Vortragenden dar.