Yuning Shen: Transitivität und Verbvalenz im Swahili [PDF]

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ISBN 978-3-89645-712-7 Artikelnummer: 712 Kategorie: Schlagwörter: , , , ,

Beschreibung

2018
8 Seiten römisch, 104 Seiten
2 Abbildungen, zahlreiche Tabellen und Übersichten

Textsprache: Deutsch

Transitivität in der Swahili-Grammatik passt nicht zum Paradigma der Standard-Definition von Transitivität. Dasselbe gilt für Verbvalenz. Transitivität im Swahili, wie der Begriff in Wörterbüchern, Lerngrammatiken und auch im Fremdsprachenunterricht verwendet wird, ist als Kategorisierung von Verben zu verstehen, die die Fähigkeit eines gegebenen Verbs bestimmt, ob es ein direktes Objekt erfordert oder nicht. Um die Objekthaftigkeit einer Nominalgruppe und damit die Transitivität eines Verbs zu beweisen, besteht die häufig­ste Methode darin, bestimmte potentielle syntaktische Transformationen eines Verbs, insbesondere die Fähig­keit zur Passivierung, durch den Einsatz einiger fester lexikalischer Elemente zu untersuchen. Der Status eines transitiven Verbs kann jedoch nicht ohne weiteres anerkannt werden, weil

(a) ausschließlich Passivierungsformen keine solide Urteilsfähigkeit bieten (Mkude 2005)

(b) es unzureichende Beschreibungen über die Bedeutung und Funktion vieler Morpheme im Swahili gibt, die automatisch durch bestimmte syntaktische Transformationen ausgelöst werden, wie Passivierung

(c) sich die meisten Untersuchungen nicht ausreichend mit den Merkmalen intransitiver Verben auseinan­dersetzen und das Verständnis der Transitivität in Swahili weiter verschleiern

(d) die idealisierten kurzen Beispiele aus vielen Grammatikbüchern die detaillierte Analyse gepaarter Sätze sowohl bei der Darstellung ihrer Bedeutungen als auch beim Nachweis ihrer Akzeptanz behindern.

Die vorliegende Studie beruht auf Sprachmaterial des Helsinki Corpus of Swahili 2.0 und wirft die Frage auf, ob bisherige Klassifizierungen von Verben das tatsächliche Sprachverhalten von Swahili-Sprechern korrekt dargestellt haben. Zur Untersuchung von Objekteigenschaft von Nominalphrasen bieten sich zwei Ansatz­punkte an:

1) die Wahrscheinlichkeit, dass nach der Verbform ein Nomen in der syntaktischen Position angezogen wird (in dieser Studie als Nomenaffinität bezeichnet)

2) die Verteilung der Verbformen zwischen denjenigen, die ein Objektpräfix besetzten, und denjenigen, die dies nicht taten (in dieser Studie als Fähigkeit zur Objektpräfigierung bezeichnet).

Die gefundenen Ergebnisse standen in vielerlei Hinsicht im Widerspruch zu früheren Klassifikationen, und einige davon werden in dieser Arbeit intensiv diskutiert.